Estnischer CIT — wem nützt er 2026?
Der estnische CIT (eine Pauschalsteuer auf das Unternehmenseinkommen) schiebt die Steuer bis zur Gewinnausschüttung auf. Für viele Unternehmen bedeutet das echte Einsparungen und einfachere Buchhaltung — aber nicht für alle. Kurz: wie er funktioniert und wem er nützt.
Wie der estnische CIT funktioniert
Im estnischen Modell zahlt ein Unternehmen erst dann Steuer, wenn es Gewinn an die Gesellschafter ausschüttet (z. B. Dividenden). Solange der Gewinn im Unternehmen bleibt und reinvestiert wird, entsteht keine Steuer. Die kombinierte effektive Steuer (Unternehmen plus Gesellschafter) ist oft niedriger als beim klassischen CIT.
Wer kommt infrage
- GmbH, Aktiengesellschaft, Kommanditgesellschaft und Kommanditgesellschaft auf Aktien.
- Gesellschafter, die ausschließlich natürliche Personen sind.
- Keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
- Eine Mindestbeschäftigung über die Gesellschafter hinaus.
- Passive Einkünfte unter der gesetzlichen Grenze.
Vorteile und Fallstricke
Die Hauptvorteile sind der Steueraufschub und ein niedrigerer effektiver Satz bei reinvestiertem Gewinn sowie eine einfachere Buchführung. Achten Sie auf die Fallstricke: sogenannte versteckte Gewinne und nicht betriebliche Ausgaben werden besteuert, und der Ausstieg aus dem Modell erfordert Anpassungen. Auch die Beschäftigungsbedingung ist entscheidend.
AK